SM 2017
 

Voltigieren

 

Voltgieren gehört zu den ältesten Sportarten. Aus alten Quellen geht hervor, dass man diese Sportart bereits in der Antike und im Rittertum zu schätzen wusste. Die Wurzeln gehen auf altrömische Zeiten zurück, als das Programm der alljährlichen Spiele aus Wagen- und Pferderennen sowie akrobatischen Übungen auf dem galoppierenden Pferd bestand.

Das moderne Voltigieren, wie wir es heute kennen, wurde erst in den Jahren 1950 entwickelt, um vielen Kindern eine preiswerte Möglichkeit für den Einstieg in den Reitsport zu geben.

 In der Folge hat sich das Voltigieren von einer Freizeitsportart für Kinder und Jugendliche zu einer attraktiven Wettkampf- und Leistungsportart entwickelt mit eigenen Regeln, Turnieren und Wettkämpfen. 1983 trat das erste internationale Reglement in Kraft.

Ein Jahr später wurde in Ebreichsdorf bei Wien die 1. Europameisterschaft ausgetragen und im Jahr 1986 in Bulle die 1. Weltmeisterschaft. Die Weltmeisterschaften in Stockholm (1990), Den Haag (1994), Rom (1998), Jerez (2002), Aachen (2006), Brno (2008), Lexington - Kentucky (2010), Le Mans (2012), Caens - Normandie (2014) und Le Mans (2016) fanden im Rahmen der «World Equestrian Games» vor einer breiten internationalen Öffentlichkeit statt.

Voltigieren heisst, auf dem Pferd - alleine, zu zweit oder zu dritt - akrobatische und gymnastische Übungen zu turnen. Voltigierübungen werden beim Training in den Pferdegangarten Schritt, Trab oder Galopp ausgeführt.

Im Wettkampf wird grundsätzlich im Galopp voltigiert. Ständiges Einfühlen und Anpassen an die Bewegungen und den Rhythmus des Pferdes sind Voraussetzungen für das Gelingen der Übungen. Nur im harmonischen Zusammenspiel von Voltigierern, Longenführer/in und Pferd ist dies möglich.

Die Voltigierer brauchen vielfältige Fähigkeiten wie Koordination, Bewegungsgefühl, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Schnellkraft. Zusammen mit einem geschulten Longenführer und einem korrekt ausgebildeten Pferd können sie eine erfolgreiche Einheit bilden.